Vom Handwerksbetrieb zum globalen Innovator
Die Zimmer Group bereitet Generationenwechsel vor
Die Zimmer Group feierte im vergangenen Jahr ihr 45-jähriges Bestehen. Was 1980 mit der Gründung der damaligen Zimmer GmbH Technische Werkstätten durch die Brüder Günther und Martin Zimmer in einem umgebauten Kuhstall in Rheinau-Freistett begann, hat sich zu einem international tätigen Technologieunternehmen mit heute rund 1.400 Mitarbeitenden entwickelt. Seit mittlerweile zehn Jahren wird der schrittweise Generationenwechsel in dem familiengeführten Unternehmen vorbereitet.
Von der Pionierzeit zum Technologieführer
Schon früh machte sich das Unternehmen mit Lösungen in der Automatisierungs- und Handhabungstechnik einen Namen. 1992 setzte die Entwicklung der Stoßdämpferserie PowerStop neue Maßstäbe in der Industrie. Zwei Jahre später folgten die ersten Klemmelemente für Profilschienen – der Beginn einer bis heute bestehenden führenden Marktposition in diesem Segment.
Mit der Übernahme der Sommer-automatic GmbH im Jahr 1999 und der Bündelung aller Aktivitäten unter der Dachmarke Zimmer Group im Jahr 2013 schuf das Unternehmen die Grundlage für eine klare Struktur und ein breites Produktportfolio. Diese Faktoren tragen bis heute zur Entwicklung des familiengeführten Unternehmens bei. Die Einführung mechatronischer und MRK-fähiger Greifer ab 2014 unterstrich den Anspruch, die technologische Entwicklung der Branche aktiv mitzugestalten.
Auch international entwickelte sich die Unternehmensgruppe kontinuierlich weiter. Nach dem Ausbau des Standorts Rheinau-Freistett im Jahr 2016 wurden 2024 Werke im chinesischen Jintan und in Indien eröffnet – weitere Schritte beim Ausbau der internationalen Präsenz. Mittlerweile ist die Zimmer Group mit 20 Niederlassungen in verschiedenen Ländern weltweit vertreten. Ziel ist es, internationale Zusammenarbeit und regionale Kundennähe miteinander zu verbinden. Mit ihren regionalen Standorten setzt die Zimmer Group bewusst auf kurze Wege zu Märkten und Kunden vor Ort.
Internationalisierung schafft Stabilität
Einen besonderen Schwerpunkt legt die Zimmer Group unter anderem auf den nordamerikanischen Markt, der sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt hat. Vincent Zimmer, Geschäftsführer der nordamerikanischen Tochtergesellschaft, beschreibt die aktuelle Entwicklung: „Im Englischen würde man dazu Excitement sagen. Der US-amerikanische Markt ist derzeit ein wichtiger Wachstumsmarkt für die Zimmer Group.“
Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa betrachtet die Zimmer Group ihre internationale Expansion als einen wichtigen strategischen Schritt. Die internationalen Standorte sollen die Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensgruppe unterstützen und zur weiteren Entwicklung des Unternehmens beitragen.
Mit dem Ausbau ihrer Aktivitäten in den USA verfolgt die Zimmer Group eine langfristige Perspektive. „Es ist eine große Chance, und wir haben hier ein gutes Team aufgebaut. Wir entwickeln uns auf einem sehr guten Weg“, so Vincent Zimmer. Der nordamerikanische Standort steht beispielhaft für die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe: Kundennähe, eine regionale Präsenz und eine enge Verbindung mit dem Stammsitz in Rheinau.
Werte, Verantwortung und Generationenwechsel
Neben technologischen Erfolgen und internationaler Expansion spielt die Unternehmenskultur eine zentrale Rolle. Geschäftsführer Jonas Zimmer beschreibt sie als „eine Kultur, die Leistung und Miteinander verbindet – offen, ehrlich und lernorientiert, mit klarem Fokus auf den Kundennutzen“. Er betont, dass Vielfalt der Perspektiven und Eigenverantwortung auch heute noch entscheidende Erfolgsfaktoren sind: „Kultur zeigt sich daran, wie man mit Herausforderungen umgeht – konstruktiv, respektvoll und faktenbasiert.“
Diese Haltung prägt auch den Generationenwechsel innerhalb der Familie Zimmer, der seit Jahren schrittweise und mit großer Weitsicht umgesetzt wird. Die nächste Generation ist längst fest im Unternehmen verankert: Jonas Zimmer gehört der Geschäftsführung am Stammsitz in Rheinau an, Vincent Zimmer verantwortet die Leitung der nordamerikanischen Tochtergesellschaft, weitere Familienmitglieder übernehmen Schlüsselpositionen unter anderem in Produktion, Entwicklung und Produktionscontrolling.
Damit bleibt die Zimmer Group auch nach dem geplanten, schrittweisen Rückzug der Gründer Günther und Martin Zimmer ein klar familiengeführtes Unternehmen – mit einer Führung, die Stabilität, Kontinuität und langfristiges Denken gewährleistet. Für Mitarbeitende und Kunden bedeutet dies Sicherheit, Verlässlichkeit und eine klare Orientierung an gemeinsamen Werten.
Jonas Zimmer sieht darin einen wesentlichen Bestandteil des Erfolgs: „Wir müssen uns verändern, um weiterhin bestehen zu können. Das verlangen einfach die äußeren Bedingungen. Trotzdem wollen wir vieles auch in der nächsten Generation bewahren. Besonders: die Wertschätzung füreinander und nachhaltiges Handeln.“
Moderne Produktion – Technik trifft Mensch
In der Produktion zeigt sich die Verbindung aus technologischem Fortschritt und verantwortungsbewusstem Handeln besonders deutlich. Die Zimmer Group hat ihre Fertigung in den vergangenen Jahren zunehmend automatisiert und digitalisiert. Mobile Roboter, fahrerlose Transportsysteme und datenbasierte Produktionsplanung unterstützen dabei eine höhere Effizienz und Flexibilität. Die stärkere Vernetzung von Daten und Systemen, moderne Software sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz schaffen zusätzliche Möglichkeiten für eine schnellere und fundiertere Entscheidungsfindung.
Gleichzeitig bleibt der Mensch ein zentraler Bestandteil der Fertigung. Jonas Zimmer verweist auf die Bedeutung der Kommunikation in einem traditionell technisch geprägten Umfeld:
Energie und Umwelt
Auch im Bereich Energie und Umwelt setzt die Zimmer Group auf langfristig angelegte Maßnahmen. Nach Unternehmensangaben stammt die Energieversorgung des Unternehmens vollständig aus erneuerbaren Quellen. Diese Aussage sollte durch Angaben zum Bezugsjahr, zu den einbezogenen Standorten und Energiearten sowie zur zugrunde liegenden Bilanzierung dokumentiert werden.
Photovoltaikanlagen auf Gebäuden und Freiflächen verfügen nach Unternehmensangaben über eine Leistung von rund 2,5 Megawatt. Dies entspricht – abhängig von den zugrunde gelegten Annahmen – dem Strombedarf von bis zu 800 Haushalten. Für diesen Vergleich sollten die Berechnungsmethode und die verwendeten Daten nachvollziehbar dokumentiert werden. Zusätzlich wird Strom aus einem regionalen Wasserkraftwerk bezogen.
Die Bezeichnung „CO₂-neutraler Strom“ sollte nur verwendet werden, wenn eindeutig erläutert wird, worauf diese Angabe beruht. Dabei ist zwischen der Herkunft des Stroms, einer tatsächlichen Emissionsminderung und einer möglichen Kompensation zu unterscheiden.
Nach Unternehmensangaben sind nahezu alle Firmengebäude auf Wärmepumpentechnik umgestellt. Diese Angabe sollte mit dem aktuellen Umsetzungsstand und dem konkreten Standortumfang belegt werden. Der verbleibende CO₂-Fußabdruck entfällt nach der vorliegenden Darstellung weitgehend auf den Fuhrpark. Die Fahrzeugflotte soll bis 2030 vollständig auf Elektromobilität umgestellt werden.
Jonas Zimmer beschreibt die zugrunde liegende Perspektive so: „Verantwortungsvolles Handeln bedeutet für uns, Entscheidungen so zu treffen, dass sie auch für die nächste Generation funktionieren.“
Blick in die Zukunft
Die Zimmer Group blickt auf eine beeindruckende Entwicklung in den letzten 45 Jahren zurück – von einem handwerklichen Pionierbetrieb zu einem international tätigen Automatisierungspartner. Der Blick richtet sich, getragen vom Generationenwechsel, weiterhin nach vorn. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau digitaler Produktionsprozesse, die Weiterentwicklung der Energie- und Umweltmaßnahmen, die Stärkung internationaler Standorte und die Förderung einer werteorientierten Unternehmenskultur.
Der Standort Rheinau-Freistett bleibt dabei Herz und Ursprung eines Unternehmens, das auch in Zukunft technologische Entwicklung und verantwortungsbewusstes Handeln miteinander verbinden will.





